Quartiersräte gestalten „Soziale Stadt“
Am 26. März 2011 lud die Senatorin für Stadtentwicklung, Frau Ingeborg Junge-Reyer, die Berliner Quartiersräte und Mitglieder der Bürgerjury zum Erfahrungsaustausch im Rahmen des Quartiersrätekongresses ins Berliner Abgeordnetenhaus ein. Bereits zum vierten Mal wurden hier Themen diskutiert, welche die Gremienmitgliedern in der Arbeit vor Ort interessieren und unterstützen.
Von politischer Seite wurde den Ehrenamtlichen zunächst vor allem Dank für ihr Engagement in den Quartieren gezollt, denn ohne dieses „fehlt der Sozialen Stadt das Herz“.
Nach einer Begrüßung fanden parallel verschiedene Workshops für alle Teilnehmer zu folgenden Themen statt:
- Bildung
- Gesundheit
- Partizipation
- Vernetzung der Quartiersräte
- Nachhaltigkeitsstrategien für die Quartiere und ihre Quartiersräte
- alternative Finanzierungsstrategien
Die WorkshopteilnehmerInnen erarbeiteten Fragen für die abschließende Podiumsdiskussion mit der Senatorin Frau Junge-Reyer.
Zusammenfassend wurde dabei herausgestellt, dass vor allem im wichtigen Bereich der Bildung eine gemeinsame Arbeit aller involvierten Akteure, auch auf der Verwaltungsebene, zum Gelingen beiträgt. Der Senat versteht sich hier als Mittler. Das Thema Gesundheit umfasst nicht allein das physische, sondern auch das soziale Wohlbefinden, das u.a. durch soziale Aktivitäten und Vernetzung unterstützt werden kann - wichtige Ziele des Programms „Soziale Stadt“. Erfolgreiche Projekte in diesem Handlungsfeld sollten intensiv der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Die Partizipation der BewohnerInnen am Verfahren „Soziale Stadt“ ist in erster Linie auch davon abhängig, welche Verantwortung ihnen übergeben wird. Ihnen im Verlauf des Prozesses Entscheidungen über die Vergabe von Fördermitteln zu übertragen, ist ein wichtiger Erfolgsgarant für die Partizipation. Mit der Sicherung des QF1- und QF2-Topfes bis 2012 wurde dafür eine gute Voraussetzung geschaffen. Neben namhaften digitalen Netzwerken bleibt der persönliche Kontakt zwischen den Quartiersräten eine wichtige Säule der Vernetzung. Diese hat sich nicht zu letzt auch im Rahmen der jüngsten Finanzierungsproblematik als durchsetzungsstark erwiesen.
Der Frage, was nach Beendigung des Programms „Soziale Stadt“ mit den angeschobenen Projekten und aufgebauten Strukturen passiert, widmete sich der nächste Workshop. Im Sinne der Nachhaltigkeit gilt es, gemeinsam mit den Akteuren vor Ort Ankerpunkte zu definieren, die danach weitergeführt werden sollen, künftige Aufgaben festzulegen und Verantwortlichkeiten zu benennen. Der Prozess wird eine Übergangszeit beinhalten, in der es gilt, die aufgebauten Netzwerke in feste, tragfähige Strukturen zu überführen.
In diesem Zusammenhang wurden die Möglichkeiten alternativer Finanzierungsquellen thematisiert. Zu diesem Thema ist ein weiterer außerordentlicher Workshop geplant, um die Informationen zu Stiftungslisten, Förderscouts oder Fundraisingtrainings auszuwerten.





